Villa, Düsseldorf

8. Dezember 2018

Diese sehr ungewöhnliche Villa vor den Toren Düsseldorfs beeindruckt von außen durch den polygonalen Baukörper. Dieser wirkt zum Straßenraum hin recht verschlossen durch die verhüllende Haut aus einem Spezialgewebe. Zur Gartenseite hin zeigt sich das abgestufte Gebäude deutlich offener, an das Heck einer riesigen Yacht erinnernd.

Im Inneren ergeben sich spektakuläre Perspektiven durch die sehr offen gehaltene Architektur. Besonders die Brücke, die den Elterntrakt im Obergeschoß von Kinderzimmern, Kino und Atelier trennt, spielt mit dem riesigen Luftraum auf vielfältige Weise.

Da die gesamte Innenarchitektur fast gänzlich in Weiß gehalten ist, war das Lichtkonzept für die rund 700 Quadratmeter Wohnfläche mit Poollandschaft und Tiefgarage für 4 Fahrzeuge eine Herausforderung, sollte doch über das Kunstlicht eine gewisse Gemütlichkeit am Abend hergestellt werden. Das bedeutet, Streulicht und unkontrollierbar sich addierende Reflektionen auf den weißen Flächen zu vermeiden und mit kontrolliert eingesetztem, direkten Licht Zonen zu schaffen, die zu dunkleren Bereichen ästhetisch anmutend kontrastieren. Extrem entblendete LED-Reflektorleuchten waren in vielen Situationen das richtige Werkzeug.

So wie die Architektur selbst an vielen Stellen avantgardistische Sonderlösungen erforderte, kamen auch im Lichtkonzept zahlreiche maßgeschneiderte Ideen zur Umsetzung.

Architektur: Prof. Dr. Dirk Henning Braun, Aachen

https://www.profdrdhbraun.de/atelier-braunarchitektur/rw15/

Fotos: Daniel Hartz, Stuttgart