YUCA Club, Köln

4. Mai 2015

Im April 2015 eröffnete der YUCA (Young Urban Club of Art) in Köln mit 1500 Gästen. In knapp 6 Wochen erstellten wir nicht nur das Lichtkonzept, sondern entwickelten und bauten alle Leuchten bis auf einen einzigen Typ selbst. Das Herzstück sind die 25 abgependelten, parallen Lichtlinien unter den Akustikabsorbern, die die Gewölbetonne nachzeichnen. In Form eines H-Profils konstruiert, gibt die Linie nach unten ein scharf konturiertes, farbiges Licht ab, nach oben strahlt das Profil weich gegen die Absorperplatte ab. Da alle LED-Leuchten einzeln und jeweils nach oben und unten getrennt über DMX ansteuerbar sind, lassen sich nicht nur statisch interessante sondern vor allem im Musik-Betrieb auch blitzschnelle dynamische Muster und Farbkombinationen darstellen.

In den Kassen- und Garderobenbereichen sind die Leuchten so konstruiert, dass optimales Licht an den nötigen Stellen vorhanden ist, aber nichts davon in den sensiblen Veranstaltungsbereich dringt, was die Atmosphäre zerstören könnte.

Ein besonderes Highlight sind die beiden Eingangsschleusen. Hier haben verschiedene Küsntler die Wände so gestaltet, dass die Motive mit dem in der Farbigkeit wechselnden Beleuchtung sich völlig verändern und immer wieder zu neuen Phänomenen wandeln.

Auch die WC-Anlagen werden im funktionalen Bereich wie Urinal oder den Waschbecken mit punktuellem LED-Weißlicht erhellt, während ab 2,50m Höhe RGB-LED-Profile kontrastierende Farbflächen auf die kristallinen Würfelkonstruktionen aus Trockenbau zaubern.

Fotos: Mirko Polo