Lichtkonzept und LED-Sonderleuchten für Ausstellung Hans Arp Traumanatomie

18. November 2010

Für die erste umfassende Präsentation im Neubau des Arp Museums Bahnhof Rolandseck (Architektur Richard Meier) wählten die Kuratoren aus verschiedenen Werkgruppen rund 100 herausragende Arbeiten des Künstlers Hans Arp aus. Neben den Reliefs und Plastiken werden auch delikate Papierarbeiten gezeigt, die aufgrund ihrer Empfindlichkeit eine stark reduzierte Lichtsituation in dem großflächig verglasten Museumstrakt benötigen.

Dazu wurden eigens Kabinette gebaut, die als Raum-in-Raum-Konstruktion den Arbeiten die nötige Intimität der Betrachtung ermöglicht.

Das Besondere ist hierbei, dass in den Wänden diverse „Durchblicke“ geschaffen wurden, also 1 x 1 m große Wandausschnitte, in denen Plastiken positioniert sind. Für diese fensterähnliche Ausstellungssituation wurde eigens eine Leuchte entwickelt, die den Entstehungsprozess der künstlerischen Arbeiten im Atelier für den Betrachter in der Ausstellung nachempfindbar machen soll.

Sowohl diffuses als auch gerichtetes Licht wechselt in weichen Übergängen, wobei zusätzlich auch noch die Farbtemperatur des Lichts von warm- bis tageslichtweiß wechselt. Die Leuchte ist vollständig mit Leuchtdioden-Technik ausgestattet. Über eine Fernbedienung können verschiedene dynamische Programme aufgerufen werden sowie jederzeit auch eine feste Lichtfarbe, wenn es gewünscht wird.

Erstmalig wird in einem Museum mit ausgeklügelter Lichttechnik die Metamorphose skulpturaler Formen, Flächen und Oberflächentexturen für den Besucher erlebbar gemacht.

Medientechnik und Ausstellungsarchitektur: 235media, Köln und nowakteufelknyrim, Düsseldorf